Patek Philippe
Wird in der Uhrenbranche nach führenden Herstellern gefragt, so fällt immer wieder der Name Patek Philippe. Diesen Ruf hat sich die Schweizer Marke jedoch nicht erst in den letzten Jahrzehnten geschaffen, denn sie blickt auf eine lange Geschichte von technischen uhrmacherischen Erfolgen und Rekorden zurück, die weit in das 19. Jahrhundert zurückreichen. Mit dem stetigen Streben nach Neu- und Weiterentwicklungen von mechanischen Uhren und auf der Suche nach Perfektion derer Eigenschaften ist das Haus Patek Philippe dorthin gekommen, wo es sich heute befindet, nämlich an der Spitze der Uhrenbranche. Aus der Genfer Uhren-Manufaktur stammen etliche der kompliziertesten Taschen- und Armbanduhren, die jemals hergestellt wurden. Des Weiteren kommen zahlreiche Erfindungen, welche die Uhrmacherei entscheidend beeinflusst haben, hinzu. Mehr als 70 Patente wurden Patek Philippe in der Zeit von 1845 (moderner Kronenaufzug) bis 1996 (Jahreskalender) zuerkannt.
Das besondere Merkmal der Einzigartigkeit dieses Uhrenherstellers ist es, dass sämtliche verwendete Rohwerke aus der eigenen Manufaktur stammen. Alle Uhrwerke sind individuell nummeriert und sämtliche der Nummern werden archiviert und lassen so eine zweifelsfreie Identifizierung jeder einzelnen Uhr zu.
Außerdem ist Patek Philippe die einzige Genfer Manufaktur, deren Produktion mechanischer Kaliber durch das begehrte „Genfer Siegel“, oder auch Poinçon de Genève, ausgezeichnet wurde. Das Genfer Siegel ist die höchste offizielle Qualitätsauszeichnung in der Uhrenindustrie. Hierbei stammen 95% aller zur Prüfung vorgelegten Uhren von dem Unternehmen Patek Philippe.
Hierzu zählt natürlich auch die weltweit erste mechanische Armbanduhr mit einem patentierten Jahreskalender. Das Automatikwerk 315 QA sowie die Anzeige des Datums, Wochentags und des Monats erfordert insgesamt mehr Einzelteile als das bekannte Patek-Philippe-Kaliber 240Q, das einen ewigen Kalender beinhaltet. Dabei ist der Mechanismus so programmiert, dass er vom 1. März bis Ende Februar die unterschiedlichen Monatslängen berücksichtigt.
Die historischen Uhren von Patek Philippe schlagen ohnehin auf Sammlerauktionen alle Rekorde. So wurde beispielsweise am 14. April 2002 im schweizerischen Genf eine exklusive Weltzeit-Armbanduhr in Platin, gebaut im Jahre 1946, für 4 Millionen Dollar! verkauft, was den Weltrekordpreis für Armbanduhren bedeutete. Mit der von 1928-1933 hergestellten Taschenuhr Graves, welche 24 Komplikationen aufweist, wurde am 2. Dezember 1999 anlässlich einer Auktion in New York, der absolute Rekordpreis von 11 Millionen Dollar! für eine Uhr erzielt.
Um den Spitzenplatz der Marke bezüglich des gesamten Marktes korrekt einschätzen zu können, sollte man auch die Tatsache in Erwägung ziehen, dass es sich bei den 20 teuersten Armbanduhren der Welt, die jemals bei Versteigerungen verkauft wurden, ausschließlich um Uhren von Patek Philippe handelt.
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